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Pitching – die Methode

Hinweis: dieser Artikel lehnt sich stark an den von Sibylle Kurz verwendeten Pitching – Begriff an. Direkte Zitate aus Ihrem Buch „Pitch it!“ (Neuauflage ca. Oktober 2008) sind durch einen * am Ende der Textpassage gekennzeichnet.

Diese Information ist in einer ausführlichen Version als kostenloser Download im PDF-Format abrufbar.

 

Was ist ein Pitch?

„In der Filmbranche versteht man darunter die möglichst kurze mündliche Präsentation eines Drehbuches, eines Konzeptes oder allgemein eines Stoffes vor einem Produzenten, Financier oder allgemein jemandem, den man für das Filmvorhaben gewinnen möchte. Den Vorgang des Pitchens oder die Veranstaltung, auf der gepitcht wird, bezeichnet man als Pitching oder Pitch“ (aus: Wikipedia).

Drei Schritte zu Ihrem erfolgreichen Pitch

Für die schriftliche oder mündliche Präsentation Ihrer Idee oder Ihres Manuskripts empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:


Erstens: Finden und beschrieben Sie dasjenige, was Ihre Idee einzigartig macht!


Dies wird in den wenigsten Fällen das super-originelle Thema an sich sein, sondern vielleicht der Blickwinkel, die Perspektive, aus dem Sie dieses Thema beleuchten.


Denken Sie an den Film bzw. das Buch „Das Leben ist schön“, der ein höchst dramatisches Thema komisch zu erzählen versteht, - oder an den jüngst Oscar-prämierten Film „Das Leben der anderen“, in dem es ein Stasi - Mann „schafft“, Sympathien beim Zuschauer zu erlangen. Oder beispielsweise an „Felidae“ von Akif Pirincci, einem Roman für Erwachsene, in dem der Erzähler und die „Hauptperson“ eine Katze ist.


Finden Sie dieses Einzigartige, das Unverwechselbare, das Originelle Ihres Projektes!
Und vor allem: beschreiben Sie es!


Worin unterscheidet sich Ihr Projekt von allen anderen? „What’s the difference, that makes the difference?“ * fragen die Engländer treffend.


Wie oben bereits angedeutet, wird dieses Unverwechselbare und Einzigartige in vielen Fällen nicht aus dem großen Handlungsentwurf oder dem tollen Charakterensemble in Gänze bestehen, sondern vielmehr aus „kleineren“ Dingen, aus Details, wie z.B. dem bewussten Gebrauch einzelner stilistischer Mittel, einer ungewöhnlichen Kombination zweier Eigenschaften in einem Charakter oder einer unverbrauchten Perspektive oder einem eigenwilligen Erzählstil.


Egal was, finden Sie dieses „individuelle Quäntchen spezieller Attraktivität“* und stellen Sie es an den Anfang Ihres Pitching-Textes, denn damit erreichen Sie eines: Sie fesseln damit den Leser! ...der nun mehr wissen möchte.

 

Zweitens: Nachdem Sie geschildert haben, worin sich Ihre Idee von allen anderen unterscheidet, wodurch sie sich von diesen abhebt, sollten Sie nun die Frage beantworten, worum es inhaltlich in Ihrem Projekt geht – also die Frage nach der Geschichte, der Handlung, den Figuren, dem Kontext und der Grundstimmung usw., die in ihrem Geschichte, Ihrer Idee usw. vorherrscht.

 

Drittens: Zu guter letzt sollten Sie dem Leser auch noch erklären, warum ausgerechnet Sie ausgerechnet diesen Stoff machen:


Woher haben Sie die Kenntnisse, die Affinität für diesen Stoff / dieses Thema?
Was ist Ihre persönliche Motivation? Was begeistert Sie an dieser Idee?
Wann, wie und warum kam es bei Ihnen zum „Urknall“ der Idee?
Und so weiter.


Das ist wichtig, weil sich die menschliche Neugier nicht auf Dinge (wie Texte), also mehr oder weniger „sachliche“ Faktoren, beschränkt, sondern man will an einem gewissen Punkt auch etwas über den Menschen dahinter erfahren – und im Fall „Literatur“ speziell etwas über die Verbindung dieses Menschen zu dem Thema, Manuskript, Text oder Buch, das man vor sich hat.
Nur so runden sich seine Eindrücke zu einem befriedigenden Gesamtbild ab.


Dieser Punkt ist für Ihren Pitch bei pitch-point besonders wichtig, weil es sich hier um eine rein schriftliche Veranstaltung handelt und dem Leser folglich als einzige Informationsquelle eben auch nur Schriftliches bleibt.

Ihr Pitch auf pitch-point

Die Eingabe ihres Pitching – Textes in die Datenbank erfolgt in ein freies Eingabefeld auf der Seite „Ihr Projekt – Pitch“ (= Schritt 3 von 7 bei der Projekteingabe).
Dort stehen Ihnen folgende freie Eingabefelder für Ihre Präsentation zur Verfügung, wobei zwischen optionalen Angaben und Pflichtangaben unterschieden wird – bei ersteren können Sie etwas schreiben, bei letzteren müssen Sie etwas schreiben:


· Arbeitstitel
· Kurzinhalt oder log line = die Zusammenfassung der Geschichte in einem Satz mit dem Ziel, den Leser neugierig zu machen; Beispiel - log line eines Drehbuches über Aliens: „Gehen Sie nicht in diesen Film, wenn Sie glauben, dass es da draußen kein Leben mehr gibt“
· Projekt – Pitch: hier stellen Sie Ihren Pitching – Text ein
· Arbeitsprobe
· besondere Hinweise
· Möglichkeit zum Datei – Upload